Elektrorollstuhl Reichweite Vergleich: Die besten Akkus

Welcher Akku-Typ steckt im Pride Go-Go Elite Traveller Plus?

Der Pride Mobility Go-Go Elite Traveller Plus wird standardmäßig mit zwei wartungsfreien 12V-Gel-Akkus ausgeliefert. Diese sind in einem Fach unter der Sitzplattform verbaut und bieten eine Kapazität von je 12 Ah (Amperestunden) bei 12 Volt, was in Reihenschaltung eine Gesamtspannung von 24 Volt ergibt. Gel-Akkus sind bekannt für ihre Sicherheit: Sie sind völlig auslaufsicher, benötigen keine Wasserzugabe und können auch in jeder Lage betrieben werden. Das ist besonders wichtig für Reisen, wenn der Rollstuhl im Kofferraum oder im Flugzeug transportiert wird. Die Akkus sind als Vlies-Technologie ausgeführt, was eine hohe Zyklenfestigkeit bedeutet – etwa 500 bis 700 vollständige Ladezyklen sind realistisch, bevor die Kapazität merklich nachlässt.

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Wie hoch ist die tatsächliche Reichweite im täglichen Gebrauch?

Der Hersteller gibt eine maximale Reichweite von etwa 18 Kilometern an. Diesen Wert erreichen Sie unter Idealbedingungen: voll geladene Akkus, flacher, glatter Bodenbelag wie Asphalt oder glatte Fliesen, moderates Fahrergewicht (unter 80 kg) und gleichmäßige Geschwindigkeit auf Stufe 2 oder 3. In der Praxis, also mit Steigungen, Bordsteinen, Teppichböden, Kurvenfahrten und häufigem Anhalten, sinkt die Reichweite auf 12 bis 15 Kilometer. Wer viel auf unebenem Gelände unterwegs ist (Kopfsteinpflaster, Waldwege) oder schwereres Gepäck transportiert, muss mit 8 bis 10 Kilometern rechnen. Ein wichtiger Aspekt: Der Go-Go Elite Traveller Plus ist kein Geländewagen. Seine Vorteile liegen in der Kompaktheit und Leichtigkeit, nicht in maximaler Reichweite. Wer regelmäßig 20 Kilometer oder mehr an einem Tag zurücklegt, sollte über ein Upgrade auf die 22-Ah-Akkus nachdenken.

Welche Akku-Größen sind als Upgrade erhältlich?

Neben den serienmäßigen 12-Ah-Akkus bietet Pride Mobility optional leistungsstärkere 22-Ah-Gel-Akkus an. Diese sind baugleich mit den Standard-Akkus, haben aber eine deutlich höhere Kapazität. Der Tausch ist einfach: Sie kaufen ein Set aus zwei 12V-22Ah-Akkus und tauschen die alten gegen die neuen aus. Wichtig: Die Abmessungen sind identisch, sodass sie ohne Umbau in das vorhandene Akkufach passen. Mit den 22-Ah-Akkus steigt die maximale Reichweite auf etwa 25 bis 28 Kilometer unter Idealbedingungen, real erreichbar sind 18 bis 22 Kilometer. Der Aufpreis für das Upgrade liegt bei etwa 80 bis 120 Euro pro Set, je nach Händler. Der Ladevorgang dauert dann etwas länger (ca. 8-10 Stunden statt 6-8 Stunden). Beachten Sie: Die 22-Ah-Akkus sind etwa 2 kg schwerer pro Stück, was das Gesamtgewicht des Rollstuhls auf rund 35 kg erhöht – das ist aber für die meisten Nutzer noch gut handhabbar.

Wie pflegt man die Akkus, um die Lebensdauer zu maximieren?

Gel-Akkus sind zwar wartungsarm, aber nicht pflegefrei. Beachten Sie diese fünf goldene Regeln:

  • Nicht vollständig entladen: Versuchen Sie, den Akku nie unter 30 % Restkapazität fallen zu lassen. Tiefentladung verkürzt die Lebensdauer massiv.
  • Regelmäßig laden: Auch wenn Sie den Rollstuhl selten nutzen, laden Sie die Akkus alle 4 bis 6 Wochen nach. Ein Ladezyklus alle 2–3 Monate ist das Minimum.
  • Immer mit dem Original-Ladegerät laden: Das mitgelieferte Ladegerät erkennt automatisch, wann der Akku voll ist und schaltet in den Erhaltungslade-Modus um. Fremde Ladegeräte können überladen oder falsche Spannungen liefern.
  • Kühl und trocken lagern: Die optimale Lagertemperatur liegt zwischen 10 °C und 25 °C. Frost schadet ebenso wie direkte Sonneneinstrahlung oder Hitze über 40 °C.
  • Anschlüsse reinigen: Korrosion an den Batteriepolen vermeiden Sie, indem Sie die Kontakte gelegentlich mit einem trockenen Tuch reinigen und bei Bedarf mit Polfett behandeln.

Bei richtiger Pflege halten die 12-Ah-Akkus etwa 2 bis 3 Jahre, die 22-Ah-Variante sogar 3 bis 4 Jahre. Ein erster Anzeichen für nachlassende Leistung ist, wenn die Reichweite spürbar sinkt oder der Rollstuhl an Steigungen langsamer wird. Unser spezieller Ratgeber zur Batteriepflege für Elektrorollstühle geht auf dieses Thema noch detaillierter ein.

Akku-Zustand erkennen: Wann ist ein Austausch nötig?

Ein plötzlicher Reichweitenverlust ist das häufigste Warnsignal. Wenn Sie früher 15 Kilometer geschafft haben und jetzt nur noch 7 Kilometer erreichen, sind die Akkus am Ende. Auch eine verlängerte Ladezeit kann ein Hinweis sein: Wenn der Akku nach 12 Stunden Ladezeit immer noch nicht voll ist, liegt ein Defekt vor. Ein weiteres Symptom: Der Rollstuhl beschleunigt spürbar langsamer oder schafft Steigungen nicht mehr, die früher kein Problem waren. In diesem Fall sollten Sie die Akkus testen lassen – zum Beispiel bei einem Fachhändler oder mit einem einfachen Multimeter, das die Spannung unter Last misst. Ein voller Gel-Akku zeigt 12,8 bis 13,2 Volt pro Stück an. Liegt die Spannung unter 12,4 Volt, ist die Kapazität stark reduziert. In der folgenden Tabelle fassen wir die wichtigsten Symptome zusammen:

Symptom Dringlichkeit
Reichweite sinkt um 20–30 % im Vergleich zum Neuzustand, aber Rollstuhl fährt noch normal Aufmerksamkeit nötig: Akkus nähern sich dem Ende, aber Sie haben noch einige Wochen Zeit. Planen Sie den Austausch in den nächsten 2–3 Monaten.
Reichweite um mehr als 50 % gesunken, Rollstuhl wird an Steigungen deutlich langsamer Handlungsbedarf: Die Akkus sind stark degradiert. Austausch innerhalb der nächsten 1–2 Wochen empfohlen. Risiko: Sie bleiben unterwegs liegen.
Ladegerät zeigt keinen Ladevorgang an oder Akku wird während der Fahrt heiß Sofortiger Handlungsbedarf: Defekt möglich – Akku austauschen und nicht mehr fahren. Feuergefahr bei überhitzten Akkus.
Akku lässt sich nicht mehr vollständig laden (Ladegerät schaltet nicht ab) Dringender Handlungsbedarf: Austausch sofort. Der Akku ist defekt und kann das Gerät beschädigen.

Was berichten Besitzer über die Akkuleistung?

Aus der Praxis der Nutzer des Pride Go-Go Elite Traveller Plus hören wir immer wieder zwei typische Aussagen. Viele schätzen die kompakte Bauweise, sind aber überrascht, wie schnell die Reichweite bei häufigen Kurzstrecken abnimmt. Ein typischer Erfahrungsbericht: „Ich nutze den Rollstuhl täglich für kurze Fahrten zum Supermarkt und zum Arzt. Ich komme damit etwa 10 Tage aus. Aber wenn ich einmal einen Ausflug ins Einkaufszentrum mache, sind die Akkus nach 8 Kilometern fast leer.“ Ein anderer Kunde berichtete: „Ich habe nach einem Jahr auf die 22-Ah-Akkus umgerüstet. Der Unterschied war enorm – jetzt kann ich auch am Wochenende längere Spaziergänge machen, ohne ständig an den Ladezustand zu denken.“ Ein dritter Besitzer wies auf ein praktisches Problem hin: „Ich vergesse manchmal, den Rollstuhl über Nacht zu laden. Dann ist am nächsten Tag die Reichweite natürlich gering. Ein Ladezustandsanzeiger am Joystick wäre hilfreich, aber den gibt es nicht.“ Diese Erfahrungen zeigen: Wer den Go-Go Elite Traveller Plus als reines Fortbewegungsmittel für den Nahbereich (2–5 km pro Tag) nutzt, kommt mit den Standard-Akkus gut zurecht. Wer mehr Mobilität braucht, sollte das Upgrade ernsthaft in Erwägung ziehen. Werfen Sie auch einen Blick auf unseren ausführlichen Bericht zur Akkulaufzeit und Reichweite für weitere Details.

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Häufig gestellte Fragen zum Akku

Kann ich den Go-Go Elite Traveller Plus mit anderen Akku-Typen nachrüsten?

Ja, es sind auch Lithium-Ionen-Akkus als Nachrüst-Kit erhältlich, aber nicht vom Hersteller Pride Mobility selbst. Diese sind leichter (etwa 60 % weniger Gewicht als Gel-Akkus) und halten länger (bis zu 1000 Ladezyklen). Allerdings kosten sie deutlich mehr (ca. 400–600 Euro pro Satz) und erfordern ein kompatibles Ladegerät. Achten Sie darauf, dass die maximale Ladespannung von 29,2 Volt nicht überschritten wird. Wir empfehlen, sich vor dem Umbau von einem Fachhändler beraten zu lassen.

Wie lange dauert das Aufladen der Standard-Akkus?

Mit dem serienmäßigen Ladegerät (2 A Ladestrom) dauert eine vollständige Ladung der 12-Ah-Akkus etwa 6 bis 8 Stunden. Bei den 22-Ah-Akkus verlängert sich die Ladezeit auf 8 bis 10 Stunden. Das Ladegerät schaltet automatisch in den Erhaltungsmodus, sobald die Akkus voll sind, sodass Sie es über Nacht anschließen können.

Darf ich mit dem Go-Go Elite Traveller Plus im Regen fahren?

Der Rollstuhl ist für den Einsatz bei leichtem Regen ausgelegt – die Elektronik ist spritzwassergeschützt (IPX4). Allerdings sollten Sie die Akkus nach der Fahrt trocken wischen und den Rollstuhl in einem trockenen Raum lagern. Starke Regenfälle oder das Durchfahren von Pfützen sollten Sie vermeiden, da Wasser in das Akkufach eindringen kann. Nach einer Regenfahrt die Akkus immer trocken halten.

Kann ich die Akkus im Flugzeug transportieren?

Ja, Gel-Akkus sind nach IATA-Vorschriften für den Flugtransport zugelassen. Sie gelten als nicht gefährlich, solange sie keine Beschädigungen aufweisen und die Spannung unter 100 V bleibt (24 V sind unkritisch). Sie müssen die Akkus jedoch im Rollstuhl eingebaut lassen und mit einem abklebbaren Stecker versehen – informieren Sie die Fluggesellschaft vorab. Lithium-Ionen-Akkus sind für den Flugtransport meist eingeschränkt.

Meine Akkus sind nach 2 Jahren schwach – kann ich sie einzeln ersetzen?

Nein, tauschen Sie immer beide Akkus gleichzeitig aus. Wenn einer der beiden 12-V-Akkus nachlässt, belastet dies den anderen und führt zu einer ungleichmäßigen Entladung. Ein gemischter Satz (neuer + alter Akku) führt zu stark reduzierter Reichweite und kann die Steuerungselektronik beschädigen. Investieren Sie in ein Paar neue Gel-Akkus – das ist auf Dauer günstiger.

Wie erkenne ich, ob mein Ladegerät defekt ist?

Ein defektes Ladegerät zeigt häufig keine LED-Anzeige, wenn es an die Steckdose angeschlossen wird. Oder es leuchtet dauerhaft rot, obwohl die Ladezeit längst abgelaufen ist. Ein weiteres Zeichen: Das Ladegerät wird während des Ladevorgangs nicht warm – bei einem funktionierenden Gerät erwärmt sich das Gehäuse leicht. Ein Spannungscheck mit einem Multimeter am Ausgangsstecker sollte 24 V bis 29,2 V anzeigen. Liegt die Spannung darunter, ist das Ladegerät defekt und muss ersetzt werden. Ersatzgeräte gibt es für etwa 40 bis 70 Euro.

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