Pride Go-Go Elite Traveller Plus Kaufberatung: Für wen?

Pride Go-Go Elite Traveller Plus Kaufberatung: Für wen lohnt sich das Modell wirklich?

Die Suche nach dem passenden Elektrorollstuhl ist eine sehr persönliche Entscheidung. Der Pride Mobility Go-Go Elite Traveller Plus verspricht eine gelungene Kombination aus Mobilität im Alltag und Reisefreundlichkeit. Doch das Gerät ist kein Alleskönner – je nach Einsatzzweck und Nutzerprofil können Stärken und Schwächen stark variieren. In dieser Kaufberatung beleuchten wir genau, für wen dieses Modell die ideale Wahl ist und wo Alternativen die bessere Option sein könnten.

Für wen ist der Pride Go-Go Elite Traveller Plus die ideale Wahl?

Der Go-Go Elite Traveller Plus richtet sich in erster Linie an aktive Menschen, die viel unterwegs sind – sei es beim Einkaufen, bei Besuchen in der Stadt oder auf Reisen. Sein großer Vorteil ist die extrem einfache Zerlegbarkeit in fünf Teile, die kein Werkzeug erfordert. Das macht ihn perfekt für Nutzer, die den Rollstuhl häufig im Kofferraum eines Pkw transportieren oder im Flugzeug als Gepäck aufgeben müssen. Der Rahmen ist robust, die maximale Belastbarkeit von 136 kg (300 lbs) liegt im guten Mittelfeld. Auch für Gelegenheitsfahrer, die überwiegend auf ebenen Gehwegen und in Geschäften unterwegs sind, bietet er eine verlässliche Basis. Wenn Sie hingegen täglich lange Strecken im hügeligen Gelände oder auf Kopfsteinpflaster zurücklegen müssen, könnte ein Modell mit größeren Rädern und stärkerem Motor die bessere Wahl sein – wie der Vergleich mit dem Invacare Action 5 zeigt.

Besonders geeignet ist er für Nutzer, die Wert auf eine schnelle und unkomplizierte Aufbewahrung legen. Die zerlegten Einzelteile wiegen zwischen 8 und 14 kg, was für die meisten Erwachsenen gut zu stemmen ist. Wer jedoch auch zu Hause auf den Rollstuhl angewiesen ist – etwa um in der Wohnung mobil zu sein – sollte bedenken, dass die Sitzbreite (43 cm) für kleinere Räume ausreichend, aber nicht wendig genug für enge Flure ist. Hier kann ein kompakterer Elektrorollstuhl aus der Kaufberatung besser passen.

A clean photorealistic photo of a silver Pride Go-Go Elite Traveller Plus folded into five

Welche Einschränkungen gibt es bei der Nutzung im Alltag?

Trotz seiner Stärken hat der Go-Go Elite Traveller Plus klare Grenzen. Der 24-Volt-Antrieb mit einem 250-Watt-Motor (bürstenbehaftet) ist nicht für starke Steigungen ausgelegt. Offizielle Angaben beziffern die Steigfähigkeit auf bis zu 6 Grad (ca. 10 %). In der Praxis bedeutet das: sanfte Rampen in Geschäften sind kein Problem, aber steile Bordsteinkanten oder lange Anstiege in Parkhäusern führen schnell an die Leistungsgrenze. Auch der Bodenfreiheit von nur 5 cm sollte man Beachtung schenken – über Kabel, Türschwellen oder groben Schotter kann der Rahmen aufsetzen.

Fahrer, die auf unebenem Gelände unterwegs sind – etwa in Parks mit Gras oder auf Waldwegen – werden mit den 22,9 cm (9 Zoll) kleinen Vorderrädern und 22,5 cm (8,5 Zoll) Hinterrädern wenig Freude haben. Selbst mittelgroße Pflastersteine können zu spürbaren Vibrationen führen. Der Fahrkomfort und die Federung sind auf Asphalt und glatten Gehwegen gut, nicht aber auf rauen Untergründen. Sollte Ihr Alltag überwiegend aus solchen Wegen bestehen, sind Sie mit einem Scooter oder einem Rollstuhl mit Luftreifen besser beraten – lesen Sie dazu auch unseren Vergleich zwischen Elektrorollstuhl und Scooter.

Kriterium Normalerweise unkritisch Erfordert Aufmerksamkeit
Steigungen (bis 6°) Sanfte Rampen in Geschäften, Bushaltestellen mit Schrägen Parkhausrampen, steile Bordsteine, lange Hügel
Boden (glatt/rau) Asphalt, Beton, Fliesen, Linoleum Kopfsteinpflaster grobe Körnung, Kieswege, Waldboden
Einsatzdauer (Akkus) Einkaufen (1–2 h), Besuche in der Stadt Ganztägige Ausflüge ohne Ladegelegenheit
Transport (zerlegt) Kofferraum PKW, Flugzeug, Bus Öffentliche Verkehrsmittel mit engen Türen
Wendigkeit Supermärkte, Arztpraxen, Bürgersteige Sehr enge Flure (unter 70 cm), kleine Aufzüge

Wie schneidet die Reichweite bei diesem Modell ab?

Die Akkulaufzeit des Elite Traveller Plus ist ein entscheidender Faktor. Offiziell gibt Pride Mobility 24 km (15 Meilen) mit den beiden 12-Volt/22-Ah-Blei-Gel-Akkus an. In der Praxis – bei gemischtem Gelände, wechselnden Fahrergewichten und Umgebungstemperaturen – kommen Nutzer meist auf 12 bis 18 km. Das reicht für fast alle alltäglichen Besorgungen wie Einkauf, Arztbesuch oder einen Besuch in der Stadt.

Kritisch wird es bei längeren Ausflügen: Wenn Sie planen, den Rollstuhl den ganzen Tag zu nutzen, etwa auf Messen oder bei Stadtbesichtigungen, sollten Sie entweder eine Zwischenladung einplanen (die Akkus laden vollständig in etwa 8 Stunden) oder auf größere Akkus (z. B. 33 Ah) umsteigen, die Pride als Option anbietet. Batteriepflege ist übrigens essenziell: Unsere Tipps zur Batteriepflege helfen Ihnen, die Lebensdauer zu verlängern. Auch der Vergleich der besten Akkus im Reichweitenvergleich gibt Aufschluss über Alternativen.

Ist das Modell wirklich reisefreundlich – auch im Flugzeug?

Der Go-Go Elite Traveller Plus ist speziell dafür konzipiert, auf Reisen zu gehen. Sein größtes Verkaufsargument ist die FAA-Zulassung (Federal Aviation Administration) für die Mitnahme im Flugzeug. Sie können ihn zerlegt in zwei Hauptteile (Sitzmodul und Chassis) plus das Lenkrad als normales Gepäck aufgeben. Wichtig: Die Akkus müssen ausgebaut werden – das ist bei Blei-Gel-Akkus erlaubt. Allerdings ist der Rollstuhl mit 46 kg (inkl. Akkus) nicht gerade federleicht. Für Reisen mit dem Wohnmobil oder dem Zug ist er aufgrund seiner Kompaktheit ebenfalls ideal. Unser Ratgeber für Reise-Elektrorollstühle listet weitere kompakte Modelle auf.

Allerdings sollten Sie bedenken, dass nach der Zerlegung mehrere Einzelteile entstehen: das schwerste Element wiegt etwa 14 kg (Sitz mit Getriebe). Für Personen mit eingeschränkter Arm- oder Rückenkraft ist das Handling ohne fremde Hilfe schwierig. Eine praktische Lösung ist der mitgelieferte Transporttrolley für die Einzelteile – dieser ist jedoch nicht bei allen Händlern standardmäßig dabei. Achten Sie beim Kauf auf das komplette Zubehörset. Wer den Rollstuhl täglich zusammen- und auseinanderbauen muss, sollte auch die Zeit einplanen: Geübte schaffen den Vorgang in unter 30 Sekunden, Anfänger brauchen 1–2 Minuten.

Welches Zubehör und welche Farboptionen sind erhältlich?

Pride Mobility bietet für den Elite Traveller Plus eine Reihe von sinnvollen Aufpreisoptionen. Dazu gehört eine faltbare Rückenlehne, die den Stauraum verkleinert, ein Getränkehalter, eine LED-Beleuchtung für den Lenker (die leider oft nur optional ist) und ein Regenverdeck. Besonders empfehlenswert ist die optionale höhenverstellbare Lenksäule – sie verbessert die ergonomische Sitzposition enorm. Auch der Korb unter dem Sitz ist für kleinere Einkäufe praktisch, aber mit 5 kg maximal belastbar.

Das Design ist eher funktional als modisch: Es gibt die Farben Rot, Blau, Silber und Schwarz – meist in matten oder glänzenden Ausführungen. Die Sitzpolster sind atmungsaktiv, aber etwas dünn. Wer lange Sitzungen plant, sollte über ein zusätzliches Gel-Polster nachdenken. Die Bedienelemente am Lenker sind einfach gehalten: ein Drehgriff für die Geschwindigkeit (5 km/h Höchstgeschwindigkeit, stufenlos einstellbar) und ein Hebel für Vorwärts-/Rückwärtsfahrt. Das ist intuitiv, aber nicht für jeden optimal – Personen mit sehr eingeschränkter Handmotorik greifen besser zu einem Joystick-Modell. Lesen Sie dazu auch unseren Sicherheitsfeatures-Artikel, der die Brems- und Stabilitätssysteme detailliert erklärt.

Was sagen die Besitzer? – Erfahrungen aus der Praxis

„Der Zusammenbau ist wirklich kinderleicht“ – Viele Käufer loben die einfache Zerlegbarkeit. Ein Besitzer berichtet: „Ich war am Anfang skeptisch, aber nach dem dritten Mal habe ich den Rollstuhl in 20 Sekunden im Kofferraum. Das Teil wiegt keine 15 kg in der Hand – perfekt für meine Reisen mit dem VW Golf.“

„Die Reichweite ist für den Alltag ok, aber nicht für Ausflüge“ – Ein anderer Nutzer, der den Rollstuhl täglich für seine Arztbesuche und Einkäufe nutzt, meint: „Ich komme gut 14 km weit mit vollem Akku. Für den Einkauf reicht das. Aber bei einem Ausflug ins Grüne musste ich unterwegs zurück, weil der Akku leer war. Schade, dass es keine offizielle Ladezustandsanzeige gibt – nur eine Warnleuchte bei 20 %.“

„Auf Kopfsteinpflaster wackelt es ordentlich“ – Ein weiterer Erfahrungsbericht hebt die Grenzen hervor: „In der Altstadt mit altem Pflaster bin ich froh, wenn ich überhaupt vorwärtskomme – bei stärkerem Gefälle wird’s kritisch. Aber auf dem Gehweg läuft es wie geschmiert.“ Diese gemischten Erfahrungen unterstreichen, dass der Traveller Plus kein Allrounder ist, sondern ein Spezialist für urbane, ebene Strecken.

A photorealistic photo of a Pride Go-Go Elite Traveller Plus being driven on a smooth side

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist der Pride Go-Go Elite Traveller Plus für Menschen mit schwerem Körpergewicht geeignet?

Ja, bis zu 136 kg (300 lbs) Nutzergewicht. Dies ist die offizielle maximale Belastbarkeit inklusive Sitz und Korb. Wer diese Grenze erreicht, sollte jedoch die kleineren Akkus wählen, da die Tragfähigkeit des Fahrgestells sonst überschritten werden kann.

Kann ich den Rollstuhl auch ohne Hilfe im Haus lagern?

Ja, wenn Sie die fünf Teile trennen (Sitz, Chassis, Lenkrad, zwei Akkus), können Sie diese einzeln in einen Schrank oder unter das Bett legen. Das schwerste Teil wiegt rund 14 kg. Für den täglichen Gebrauch benötigen Sie jedoch eine helfende Person, wenn Sie selbst nicht über die nötige Armkraft verfügen.

Wie lange dauert eine volle Ladung der Akkus?

Die mitgelieferten 22-Ah-Blei-Gel-Akkus benötigen etwa 8–10 Stunden für eine vollständige Ladung, abhängig vom Entladungszustand. Das Ladegerät schaltet automatisch auf Erhaltungsladung um, sodass Sie es über Nacht anschließen können. Vergessen Sie nicht, die Akkus nach jedem Gebrauch nachzuladen – Tiefentladung schädigt sie dauerhaft.

Ist der Rollstuhl leicht genug, um ihn eine Treppe hochzutragen?

Nein. Auch zerlegt wiegen die Einzelteile zwischen 8 und 14 kg – das ist für eine einzelne Person oft zu schwer, um eine Treppe zu bewältigen. Planen Sie den Transport durch eine Rampe oder einen Aufzug. Für Treppen gibt es spezielle Treppenlifte oder Rampenlösungen.

Kann ich mit dem Modell auch bei Regen fahren?

Ja, das Gerät ist spritzwassergeschützt (IPX4) – Regen und kleine Pfützen (bis ca. 3 cm Wassertiefe) sind kein Problem. Die Elektronik ist geschützt, die Akkus sind versiegelt. Trotzdem sollten Sie den Rollstuhl nach einer Regenfahrt im Trockenen lagern und Kabelanschlüsse nicht nass verbinden.

Gibt es eine Garantie und was ist abgedeckt?

Pride Mobility gewährt standardmäßig eine lebenslange Garantie auf den Rahmen (gegen Material- und Verarbeitungsfehler), 2 Jahre auf den Antriebsmotor und 1 Jahr auf die Akkus und Elektronik. Die Akkuleistung nimmt jedoch mit der Zeit ab – ein normaler Alterungsprozess, der nicht von der Garantie abgedeckt ist. Beachten Sie die genauen Bedingungen Ihres Händlers.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert