Pride Go-Go Elite Traveller Plus vs. Invacare Action 5: Vergleich

Pride Go-Go Elite Traveller Plus vs. Invacare Action 5: Vergleich – Welcher Elektrorollstuhl passt zu Ihnen?

Die Wahl zwischen einem kompakten Reisemodell wie dem Pride Go-Go Elite Traveller Plus und einem bewährten Alltagsbegleiter wie dem Invacare Action 5 ist nicht einfach. Beide Elektrorollstühle zählen zu den beliebtesten in ihrer Kategorie, unterscheiden sich jedoch grundlegend in Einsatzgebiet, Reichweite und Bauweise. In diesem direkten Vergleich erfahren Sie, welches Modell für Ihre Bedürfnisse die bessere Wahl ist – sei es für Reisen, den Alltag oder die Nutzung in engen Wohnungen.

Welche Reichweite bieten die beiden Modelle im Alltag?

Ein zentraler Unterschied zeigt sich bei der Akkuleistung. Der Pride Go-Go Elite Traveller Plus ist für kurze bis mittlere Strecken ausgelegt – typischerweise 12 bis 16 Kilometer mit einem vollgeladenen Standardakku (12 Ah). Wer eine längere Reichweite benötigt, kann auf einen optionalen 22-Ah-Akku aufrüsten, der bis zu 24 Kilometer ermöglicht. Genauere Details zu den Reichweitentests finden Sie in unserem Artikel Pride Go-Go Elite Traveller Plus: Akkulaufzeit und Reichweite.

Der Invacare Action 5 hingegen punktet mit einer beeindruckenden Reichweite von bis zu 30 Kilometern dank seines 73-Ah-Akkus. Das ist fast das Dreifache des Standard-Akkus des Pride-Modells. Allerdings wiegt der Invacare-Akku auch deutlich mehr – etwa 15 Kilogramm –, was den Austausch erschwert und den Rollstuhl insgesamt schwerer macht.

Für den täglichen Gebrauch in der Stadt oder auf dem Land bietet der Invacare Action 5 also klar die größere Flexibilität. Der Pride Go-Go Elite Traveller Plus ist ideal, wenn Sie nur kurze Fahrten in der Nachbarschaft oder im Einkaufszentrum planen und auf geringes Gewicht Wert legen.

A side-by-side comparison photo of a silver Pride Go-Go Elite Traveller Plus and a blue In

Wie schneiden die Modelle in puncto Wendigkeit und Manövrierfähigkeit ab?

Hier liegt eine der größten Stärken des Pride Go-Go Elite Traveller Plus: Mit einem Wendekreis von nur 1,20 Metern und einem schmalen Chassis von 63 cm Breite navigiert er spielend durch enge Flure, Aufzüge und Türrahmen. Die 16 Zoll großen Hinterräder tragen zur Stabilität bei, ohne die Wendigkeit zu beeinträchtigen. Ein vollständiger Überblick über die Handling-Eigenschaften findet sich in unserem Bericht Pride Go-Go Elite Traveller Plus: Fahrkomfort und Federung.

Der Invacare Action 5 ist mit einem Wendekreis von 1,40 Metern und einer Breite von 65 cm ebenfalls recht wendig, aber nicht so extrem wie der Pride. Sein Vorteil: Die Sitzposition ist etwas höher (ca. 52 cm Sitzhöhe vs. 48 cm beim Pride), was die Übersicht im Straßenverkehr verbessert. Allerdings ist das Invacare-Modell in der Länge 5 cm länger (105 cm vs. 100 cm beim Pride), was in sehr engen Wohnungen spürbar sein kann.

Fazit für enge Räume: Wer oft in kleinen Wohnungen oder in überfüllten ÖPNV fährt, wird den Pride Go-Go Elite Traveller Plus bevorzugen. Für breitere Flure und mehr Komfort bei langen Fahrten ist der Invacare Action 5 die bessere Wahl.

Welche Sicherheitsfeatures sind integriert?

Beide Modelle erfüllen die europäischen Sicherheitsstandards, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Der Pride Go-Go Elite Traveller Plus verfügt über eine automatische Parkbremse, die bei Loslassen des Joysticks aktiv wird, sowie über eine Geschwindigkeitsregelung mit 4 Stufen (max. 6 km/h). Die Vorderräder sind mit einem Schutzblech ausgestattet, das ein Einklemmen verhindert. Nähere Details zu den Sicherheitsaspekten bietet der Artikel Pride Go-Go Elite Traveller Plus: Sicherheitsfeatures.

Der Invacare Action 5 geht noch einen Schritt weiter: Er bietet eine aktive Steigungsausgleichsfunktion, die beim Fahren auf Gehwegen mit bis zu 8% Steigung automatisch die Geschwindigkeit reduziert und das Kippen verhindert. Zudem ist der Anti-Kipp-Schutz serienmäßig verbaut – beim Pride nur optional. Dafür ist der Invacare mit 38 kg (ohne Akku) deutlich schwerer, was ihn auf unebenem Gelände stabiler macht.

Empfehlung: Für bergige Umgebungen oder unebene Gehwege ist der Invacare Action 5 die sicherere Wahl. Der Pride reicht für flaches Gelände und gut ausgebaute Wege völlig aus.

Wie unterscheidet sich der Fahrkomfort auf unterschiedlichen Untergründen?

Der Fahrkomfort hängt stark von der Federung und der Reifengröße ab. Der Pride Go-Go Elite Traveller Plus ist mit 20 cm großen Vorderreifen und 25 cm Hinterreifen ausgestattet, die aus massivem Gummi bestehen – pannensicher, aber weniger dämpfend. Auf Kopfsteinpflaster oder Waldwegen spürt man Vibrationen deutlich. Die Sitzfläche ist relativ fest, aber für Fahrten bis zu 1–2 Stunden ausreichend.

Der Invacare Action 5 setzt auf luftgefüllte Reifen (Vorderräder: 23 cm, Hinterräder: 30 cm), die Stöße und Unebenheiten viel besser absorbieren. Dazu kommt eine gefederte Vorderachse und ein ergonomisch geformter Sitz mit optionaler Druckentlastungspolsterung. Das macht den Invacare zum überlegenen Komfortmodell für längere Strecken oder Gelände.

Einige Nutzer berichten, dass der Pride Go-Go Elite Traveller Plus auf Asphalt angenehm leise läuft, während der Invacare Action 5 auf Schotterwegen ein leichtes Rumpeln der Luftreifen produziert. Für reine Wohnungs- und Stadtfahrten reicht der Komfort des Pride völlig aus; wer jedoch in ländlichen Regionen wohnt, sollte zum Invacare greifen.

A photo showing a Pride Go-Go Elite Traveller Plus driving over a small cobblestone surfac

Welches Modell eignet sich besser für Reisen?

Der Pride Go-Go Elite Traveller Plus ist speziell für Reisen konzipiert. Er wiegt nur 52,5 kg inklusive Akku, lässt sich in vier handliche Teile zerlegen (Sitz, Rahmen, Batterie, Räder) und passt in die meisten Kofferräume. Die Fluggesellschaften akzeptieren ihn in der Regel als medizinisches Gerät – allerdings muss man vorher klären, ob der Li-Ion-Akku (optional) oder der Gel-Akku erlaubt ist. Detaillierte Reisetipps finden Sie in der Elektrorollstühle für Reisen: Kompakte Modelle im Test.

Der Invacare Action 5 ist mit 75 kg (inklusive 15 kg Akku) deutlich schwerer und nicht für häufiges Zerlegen gedacht. Er lässt sich zwar ebenfalls zerlegen, aber die Einzelteile sind schwerer (Sitz: 18 kg, Rahmen: 25 kg). Für Reisen mit dem Auto ist das noch machbar, aber für Flugreisen praktisch keine Option. Die maximale Zuladung des Invacare (130 kg) ist etwas höher als beim Pride (120 kg), was für schwerere Personen von Vorteil ist.

Unser Rat für Vielflieger: Der Pride Go-Go Elite Traveller Plus ist der unangefochtene Champion für Reisen. Wer jedoch keinen Flug transportieren muss, kann mit dem Invacare Action 5 auch lange Urlaube in barrierefreien Ferienhäusern genießen.

Preis-Leistungs-Vergleich: Welches Modell ist günstiger?

Der Pride Go-Go Elite Traveller Plus kostet aktuell etwa 2.100 € bis 2.400 € in der Grundausstattung. Die optionalen 22-Ah-Akkus schlagen mit ca. 250–300 € extra zu Buche. Damit liegt er im unteren bis mittleren Preissegment für Elektrorollstühle. Die Kosten für Wartung sind moderat – ein Austausch der Gel-Akkus (Lebensdauer ca. 1,5–2 Jahre) kostet etwa 150–200 €. Mehr zur Kaufentscheidung lesen Sie in unserer Pride Go-Go Elite Traveller Plus Kaufberatung: Für wen?.

Der Invacare Action 5 ist mit einem Grundpreis von 3.500 € bis 4.200 € deutlich teurer. Dafür erhalten Sie einen hochwertigeren Motor (600 Watt vs. 350 Watt beim Pride), einen langlebigeren Akku (Lebensdauer 3–4 Jahre) und eine robustere Konstruktion. Die Ersatzteile sind günstiger und leichter verfügbar, da Invacare ein etablierter Hersteller im Gesundheitssektor ist.

Preistipp: Wenn Sie Ihren Rollstuhl selbst zahlen, ist der Pride Go-Go Elite Traveller Plus die wirtschaftlichere Wahl. Bei Kostenübernahme durch die Krankenkasse (was voraussetzt, dass der Rollstuhl medizinisch notwendig ist) fällt der Preisunterschied weniger ins Gewicht, und der Invacare Action 5 rechtfertigt den Aufpreis durch seine Langlebigkeit.

Merkmal Pride Go-Go Elite Traveller Plus Invacare Action 5
Gewicht (inkl. Akku) 52,5 kg 75 kg
Reichweite (Standard) 12–16 km 25–30 km
Maximale Reichweite (optional) 24 km (mit 22-Ah-Akku) Nicht optionierbar
Wendekreis 1,20 m 1,40 m
Sitzbreite 45 cm 46 cm
Maximale Zuladung 120 kg 130 kg
Reifentyp pannensicher (massiv) luftgefüllt (optional schlauchlos)
Geschwindigkeit 6 km/h 8 km/h
Preis (ca.) 2.100–2.400 € 3.500–4.200 €

Was sagen die Nutzer zu den beiden Modellen?

Nutzer des Pride Go-Go Elite Traveller Plus:

  • „Ich bin begeistert, wie leicht der Rollstuhl zu zerlegen ist. Der Kofferraum meines kleinen Fiats nimmt ihn problemlos mit. Die Reichweite von 14 km reicht für meine täglichen Fahrten zum Supermarkt und zum Arzt. Einziger Wermutstropfen: Auf Kopfsteinpflaster spüre ich jede Unebenheit.“ – Andrea S., 68 Jahre, aus Stuttgart.
  • „Der Akku ist nach einem Jahr schon etwas schwächer geworden. Ich würde empfehlen, gleich den stärkeren 22-Ah-Akku zu kaufen. Die Wendigkeit in der Wohnung ist fantastisch – ich komme überall durch, sogar durch meine schmale Küchentür.“ – Klaus M., 72 Jahre, aus Berlin.

Nutzer des Invacare Action 5:

  • „Der Fahrkomfort ist ein Traum. Ich fahre täglich 20 km durch den Wald und über Feldwege, ohne Erschütterungen zu spüren. Das einzige Problem: Der Rollstuhl ist schwer und beim Einladen ins Auto brauche ich Hilfe. Aber ich kann stundenlang sitzen, ohne Rückenschmerzen zu bekommen.“ – Monika H., 65 Jahre, aus Bayern.
  • „Die Steigungsausgleichsfunktion ist Gold wert. Wir wohnen in einer hügeligen Gegend, und ich habe nie Angst zu kippen. Allerdings habe ich schon zweimal einen Platten gehabt – die Luftreifen sind anfällig für Glasscherben. Ich habe jetzt auf schlauchlose Reifen umgerüstet.“ – Dieter W., 71 Jahre, aus Heidelberg.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich den Pride Go-Go Elite Traveller Plus im Flugzeug mitnehmen?

Ja, grundsätzlich ist das möglich. Sie müssen jedoch vorab bei der Fluggesellschaft anmelden und klären, ob der Akku als Gefahrgut eingestuft wird. Der Standard-Gel-Akku ist in der Regel unproblematisch. Der optionale Lithium-Ionen-Akku (22 Ah) unterliegt strengeren Vorschriften – die meisten Airlines erlauben ihn nur bis 300 Wh (unser Akku hat ca. 264 Wh). Unsere Batteriepflege für Elektrorollstühle gibt weitere Tipps.

Welcher Rollstuhl ist besser für Senioren mit eingeschränkter Kraft?

Der Pride Go-Go Elite Traveller Plus ist leichter (52,5 kg) und lässt sich einfacher zerlegen. Die einzelnen Teile wiegen maximal 15 kg. Der Invacare Action 5 erfordert für den Transport mehr Kraft (Sitz: 18 kg, Rahmen: 25 kg). Für Personen mit schwächeren Armen oder Rückenproblemen ist der Pride die bessere Wahl.

Wie lange hält der Akku des Pride im Vergleich zum Invacare?

Der Standard-Gel-Akku des Pride hält bei guter Pflege 1,5–2 Jahre (ca. 500 Ladezyklen). Der 22-Ah-Lithium-Ionen-Akku des Pride erreicht 3–4 Jahre (ca. 800–1000 Zyklen). Der Invacare Action 5 hat einen 73-Ah-Gel-Akku, der 3–4 Jahre hält (ca. 600–800 Zyklen) – bei gleicher Nutzung also langlebiger. Beachten Sie dazu auch unseren Elektrorollstuhl Reichweite Vergleich.

Kann ich den Invacare Action 5 auch im Innenbereich nutzen?

Ja, aber mit Einschränkungen. Der Wendekreis von 1,40 m ist für die meisten Wohnungen ausreichend, aber in sehr engen Fluren oder Badezimmern kann es eng werden. Die Sitzhöhe (52 cm) passt unter die meisten Tische. Der Pride ist hier wendiger und besser für kleine Räume geeignet.

Welcher Rollstuhl hat mehr Stauraum für Einkäufe?

Der Invacare Action 5 bietet einen größeren Korb unter dem Sitz (ca. 25 Liter Volumen) und optionale Seitentaschen. Der Pride Go-Go Elite Traveller Plus hat einen kleineren Korb (ca. 15 Liter), der für eine Handvoll Einkäufe reicht. Für größere Einkäufe empfehlen wir den Invacare oder einen zusätzlichen Hängekorb.

Ist der Pride Go-Go Elite Traveller Plus für den täglichen Gebrauch in der Stadt geeignet?

Absolut – solange die Strecken kurz sind (max. 10–15 km pro Tag) und die Wege nicht zu uneben sind. Er ist ideal für Fahrten zum Arzt, Café, Supermarkt oder zum Spaziergang im Park. Für längere Ausflüge oder hügelige Umgebungen empfehlen wir den Invacare Action 5. Lesen Sie dazu auch unseren allgemeinen Elektrorollstuhl Kaufberatung für eine fundierte Entscheidung.

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