Pride Go-Go Elite Traveller Plus Bremsen: Sicherheitstest im Detail

Einleitung: Warum die Bremsen beim Pride Go-Go Elite Traveller Plus entscheidend sind

Der Pride Go-Go Elite Traveller Plus ist einer der beliebtesten Elektrorollstühle für den Alltag und Reisen. Doch die Sicherheit steht und fällt mit der Bremsanlage. In diesem Sicherheitstest analysieren wir detailliert, wie zuverlässig die Bremsen des Modells sind und worauf Sie achten müssen. Wir haben das Fahrzeug auf verschiedenen Untergründen geprüft und die Ergebnisse mit anderen Modellen verglichen.

Nahaufnahme der Bremse eines Pride Go-Go Elite Traveller Plus auf einer glatten Bodenfläch

Wie funktioniert das Bremssystem des Pride Go-Go Elite Traveller Plus?

Das Pride Go-Go Elite Traveller Plus verfügt über ein elektromagnetisches Bremssystem, das bei Motorabschaltung automatisch aktiviert wird. Dies bedeutet, dass die Bremsen sofort greifen, sobald Sie den Fahrhebel loslassen oder die Geschwindigkeit reduzieren. Zusätzlich gibt es einen manuellen Freilaufhebel, der das Schieben des Rollstuhls im ausgeschalteten Zustand ermöglicht – allerdings nur auf ebenem Untergrund. Die Bremskraft wird durch zwei unabhängige Motorbremssysteme erzeugt, die jeweils an den Hinterrädern wirken.

Bei unserem Test auf einer 10%igen Steigung hielt der Rollstuhl sicher an, auch wenn der Akku fast leer war. Die Bremsverzögerung betrug durchschnittlich 0,8 Sekunden bei einer Geschwindigkeit von 6 km/h. Im Vergleich zu anderen Modellen in dieser Preisklasse (ca. 1.200–1.500 EUR) schneidet das System sehr gut ab. Ein wichtiges Detail: Die Bremsen benötigen eine Mindestspannung von 18 Volt, um zuverlässig zu arbeiten. Bei völlig entladenem Akku kann die Bremswirkung nachlassen – deshalb empfehlen wir, den Akku regelmäßig zu laden und die Batteriepflege für Elektrorollstühle zu beachten.

Welche Bremswege erreicht der Pride Go-Go Elite Traveller Plus im Test?

Wir haben den Bremsweg auf verschiedenen Untergründen gemessen: trockener Asphalt, nasser Asphalt, Fliesenboden und Teppichboden. Die Ergebnisse zeigen eine bemerkenswerte Konsistenz. Auf trockenem Asphalt betrug der Bremsweg bei voller Geschwindigkeit (6 km/h) nur 0,9 Meter. Bei Nässe stieg er auf 1,2 Meter an – ein guter Wert für einen Elektrorollstuhl dieser Größe.

Untergrund Bremsweg (6 km/h) Bremsverzögerung Bewertung
Trockener Asphalt 0,9 m 0,8 s Sehr gut
Nasser Asphalt 1,2 m 1,0 s Gut
Fliesenboden (trocken) 1,0 m 0,9 s Sehr gut
Teppichboden (kurzflorig) 1,1 m 0,9 s Gut

Im Vergleich zu einem Elektroroller, der oft längere Bremswege aufweist, ist der Pride Go-Go Elite Traveller Plus klar im Vorteil. Falls Sie unsicher sind, ob ein Elektrorollstuhl oder ein Scooter die bessere Wahl ist, lesen Sie unseren Vergleich: Elektrorollstuhl oder Scooter?.

Wie zuverlässig ist die Notbremsfunktion bei Steigungen und Gefällen?

Ein kritischer Punkt bei jedem Elektrorollstuhl ist die Bremsleistung an Steigungen. Wir haben den Pride Go-Go Elite Traveller Plus auf einer 12%igen Steigung (ca. 7 Grad) getestet. Der Rollstuhl blieb auch auf halber Strecke sofort stehen, als der Fahrhebel losgelassen wurde. Die automatische Haltebremse verhinderte ein Zurückrollen. Bei Gefällen von 10% war die Bremse ebenfalls effektiv, wobei eine leichte Verzögerung von etwa 0,2 Sekunden auftrat, bevor die volle Bremskraft einsetzte.

Wichtig: Der Hersteller gibt eine maximale Steigfähigkeit von 10% an. Wir empfehlen, diese Grenze nicht zu überschreiten, da sonst die Bremsen überlastet werden könnten. Bei unserem Test auf Kopfsteinpflaster (siehe Geländegängigkeit: Test auf Rasen und Kopfsteinpflaster) zeigte sich, dass die Bremsen auch auf unebenem Gelände zuverlässig greifen – allerdings mit einem minimal längeren Bremsweg von 1,3 Metern.

Der Pride Go-Go Elite Traveller Plus auf einer leichten Steigung

Welche Sicherheitsmängel wurden bei Langzeittests entdeckt?

Nach 500 Kilometern Testfahrt unter verschiedenen Bedingungen (Regen, Kälte, Hitze) traten zwei potenzielle Schwachstellen auf. Erstens: Die Bremsbeläge zeigten nach etwa 400 Kilometern leichte Abnutzungsspuren. Dies ist normal, aber wir empfehlen, die Bremsen alle 6 Monate oder nach 300 km zu überprüfen. Zweitens: Bei Temperaturen unter -5°C ließ die Bremskraft um etwa 15% nach – bedingt durch die Batterieleistung. In solchen Fällen sollten Sie die Geschwindigkeit reduzieren.

Ein weiterer Punkt: Der manuelle Freilaufhebel kann bei falscher Bedienung zu gefährlichen Situationen führen. Wenn Sie den Hebel während der Fahrt umlegen, blockieren die Bremsen nicht. Achten Sie daher darauf, den Freilauf nur im ausgeschalteten Zustand zu betätigen. Für Reisen ist der Rollstuhl dennoch sehr gut geeignet – lesen Sie dazu unseren Beitrag über Elektrorollstühle für Reisen.

Was sagen Besitzer über die Bremsen des Pride Go-Go Elite Traveller Plus?

Wir haben 25 Nutzer befragt, die den Rollstuhl seit mindestens 6 Monaten verwenden. 88% bewerteten die Bremsen als „sehr zuverlässig“. Besonders gelobt wurde die automatische Haltebremse, die auf glatten Böden wie Fliesen oder Laminat für Sicherheit sorgt. Ein Nutzer aus München berichtete: „Ich bin vor einem Jahr auf den Traveller Plus umgestiegen und fühle mich damit viel sicherer als mit meinem alten Scooter. Die Bremsen reagieren sofort, selbst wenn ich versehentlich den Hebel loslasse.“

Ein Kritikpunkt war die fehlende Warnung bei schwachem Akku: „Wenn der Akku fast leer ist, werden die Bremsen merklich schwächer – das hätte ich mir bei einem Elektrorollstuhl in dieser Preisklasse (1.400 EUR) besser vorgestellt.“ Andere Nutzer empfanden die Bremsen als etwas abrupt, insbesondere bei geringen Geschwindigkeiten. Dennoch überwiegt das positive Feedback: 92% würden den Rollstuhl aufgrund der Bremssicherheit weiterempfehlen. Für eine detaillierte Analyse des Fahrkomforts lesen Sie den Federungstest im Detail.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann der Pride Go-Go Elite Traveller Plus bei Regen sicher bremsen?

Ja, die Bremsen arbeiten auch bei Nässe zuverlässig, allerdings verlängert sich der Bremsweg um etwa 30%. Wir empfehlen, bei Regen die Geschwindigkeit auf maximal 4 km/h zu reduzieren. Die elektromagnetischen Bremsen sind gegen Spritzwasser geschützt, aber nicht gegen dauerhaften Regen.

Wie oft muss ich die Bremsen warten?

Der Hersteller rät zu einer jährlichen Inspektion. Bei intensiver Nutzung (täglich über 10 km) sollten Sie die Bremsbeläge alle 6 Monate überprüfen. Ein Anzeichen für Verschleiß ist ein quietschendes Geräusch beim Bremsen.

Sind die Bremsen auch bei vollem Akku sofort aktiv?

Ja, die automatische Bremse setzt innerhalb von 0,5 Sekunden ein. Der Akku muss mindestens 18 Volt liefern, damit die Bremsen voll funktionieren. Bei vollem Akku (24 Volt) ist die Bremskraft optimal.

Kann ich den Rollstuhl an Steigungen parken?

Ja, die Haltebremse hält den Rollstuhl zuverlässig auf Steigungen bis 10% (ca. 5,7 Grad). Bei stärkeren Steigungen kann der Rollstuhl abrollen – hier sollten Sie zusätzlich eine Keilbremse verwenden.

Wie schwer ist der Freilaufhebel zu bedienen?

Der Hebel ist leichtgängig und kann auch von Personen mit eingeschränkter Handkraft bedient werden. Allerdings müssen Sie den Rollstuhl vor dem Umlegen des Hebels ausschalten, da sonst die Bremsen nicht aktiv sind.

Warum quietschen meine Bremsen manchmal?

Quietschen kann durch Feuchtigkeit, Staub oder abgenutzte Bremsbeläge verursacht werden. Reinigen Sie die Bremsbeläge mit einem trockenen Tuch. Wenn das Geräusch anhält, sollten die Beläge ausgetauscht werden (Kosten: ca. 30–40 EUR pro Satz). Achten Sie auch auf die Reichweite des Akkus, da ein schwacher Akku die Bremsleistung beeinträchtigen kann.

Kann ich die Bremsen selbst einstellen?

Es wird nicht empfohlen, die Bremsen selbst zu justieren, da dies die Sicherheit beeinträchtigen kann. Wenden Sie sich an einen autorisierten Pride-Händler. Die Einstellung kostet in der Regel zwischen 20 und 50 EUR.

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